Kommunikation und Normierung sichern die Elementarschadenprävention

Der Stiftungsrat hat im vergangenen Jahr die zukünftige Entwicklung der Stiftung gestaltet. Er hat sich ein Leitbild gegeben und im Rahmen der VKGVKGVereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen eine Teilstrategie Präventionsstiftung PSPSPräventionsstiftung entwickelt. Zwei Ziele standen für die PSPSPräventionsstiftung im Geschäftsjahr 2017 an erster Stelle:

  • Sie kommuniziert die Ergebnisse aus ihren Projekten aktiv.
  • Sie vernetzt sich mit sämtlichen wichtigen, in der Elementarschadenprävention tätigen Partnern und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Als Abschluss der 8. Ausschreibung «Sichern und Versichern im gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht» konnten die Resultate einem ausgewählten Meinungsbildungspublikum von internationalen Risikofachleuten der EUEUEuropäische Union, UNOUNOOrganisation der Vereinigten Nationen, von NGONGONichtregierungsorganisations und Versicherungsfachleuten in der Mission der Schweiz bei der Europäischen Union in Brüssel vorgestellt werden. Dieser Anlass öffnete die Türen zu mehreren internationalen Elementarschadenpräventionsanlässen. Den deutschen Verbraucherzentralen Sachsen und Berlin präsentierte die PSPSPräventionsstiftung das Gebäudeversicherungssystem der Schweiz. In Frankreich stellte sie das KGVKGVKantonale Gebäudeversicherungen-System und die ESPESPElementarschadenprävention-Bemühungen am gemeinsamen Kongress der Fédération Française de l’Assurance und der Mission Risques Naturels unter dem Thema «Faire et reconstruire mieux» vor. Insbesondere bei einem internationalen Kongress der UNOUNOOrganisation der Vereinigten Nationen mit dem Titel «European Forum for Disaster Risk Reduction» konnte Cornel Quinto in der Türkei über das integrale Risikomanagementsystem der KGVKGVKantonale Gebäudeversicherungen referieren. Aktive Kommunikation wurde aber auch national vorbereitet: Die PSPSPräventionsstiftung ist Anfang 2018 Kooperationsgast bei dem Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverband (siasiaSchweizerischen Ingenieur- und Architektenverband) anlässlich der Swissbau in Basel, dort wird eine Veranstaltung mit dem siasiaSchweizerischen Ingenieur- und Architektenverband gemeinsam bestritten.

Die Zusammenarbeit mit dem Partner siasiaSchweizerischen Ingenieur- und Architektenverband entwickelt sich weiter und bildet die eigentliche Grundlage der Normierungsanstrengungen in der Elementarschadenprävention. Die siebte, achte und neunte Ausschreibung befassen sich mit dieser Koordination. Eine harmonisierte Vorgehensweise erzielt die besten Effekte, sei dies durch gemeinsame Auftritte wie an der Swissbau oder mit der Übernahme unserer Objektschutzwegleitungen in die siasiaSchweizerischen Ingenieur- und Architektenverband-Ausschreibungen. Der verbreiteten Meinung, dass Naturgefahren überall anders sind, ist nur teilweise zuzustimmen. Die Gefährdungen sind zwar unterschiedlich, aber die einzelne Naturgefahr für sich ist überall gleich. So verzeichnet zwar beispielsweise der Kanton Aargau mehr Hagel als der Kanton Graubünden. Die Wirkung von 15 cm Oberflächenwasser oder eines 3 cm Hagelkorns ist allerdings überall etwa gleich.

Die Tätigkeiten der Stiftung konzentrierten sich auf die aktive Begleitung laufender Projekte. Zur 9. Ausschreibung «Wirkung und Nutzen von Massnahmen zur Elementarschadenprävention an Gebäuden» wurde Ende Jahr der Schlussbericht präsentiert. Mit einer Ergänzungsstudie «Akteursbezogene Herleitung effektiver Massnahmen der Elementarschadenprävention an Gebäuden» sollen Erkenntnisse gewonnen werden, wie der Gebäudeeigentümer dazu motiviert werden kann, eine von der KGVKGVKantonale Gebäudeversicherungen vorgeschlagene, «freiwillige» Präventionsmassnahme auch wirklich umzusetzen. Damit soll eine bestehende Lücke an Erkenntnissen aus der 7. Ausschreibung «Kommunikation» geschlossen werden. Die Finanzierung des Projektes «Hagelklima Schweiz», welches die Grundlagen für einheitliche Hagelkarten liefern wird, konnte gesichert werden. Das Projekt «Schneelastprüfungen» läuft weiter. Die Literaturrecherche zu den Auswirkungen der Alterung von Baumaterialien auf die Widerstandsfähigkeit gegen Hagel wurde abgeschlossen. Das 6. Kapitel von Cornel Quinto zum Nationalfondskonzept Naturgefahrenrecht ist geschrieben. Das Gesamtwerk ist noch nicht veröffentlicht.

Nach einem Jahr Amtszeit musste Dr. Josef Hess zu unserem Bedauern den Stiftungsrat verlassen. Er widmet sich nun vollumfänglich seinem neuen Amt als Regierungsrat des Kantons Obwalden. Wir danken Dr. Josef Hess für seine aktive Mitwirkung und begrüssen als seinen Nachfolger Josef Eberli, Abteilungsleiter Gefahrenprävention im Bundesamt für Umwelt (BAFUBAFUBundesamt für Umwelt). Zudem konnte die PSPSPräventionsstiftung Prof. Dr. David N. Bresch, ETHETHEidgenössische Technische Hochschule-Professor für Wetter- und Klimarisiken und Leiter des gemeinsamen Instituts für Technologie von ETHETHEidgenössische Technische Hochschule und MeteoSwiss, als weiteres Stiftungsratsmitglied gewinnen. Die neuen VKFVKFVereinigung Kantonaler Feuerversicherungen-Vorstandsmitglieder Peter Meyer, Lars Mülli und Jürg Solèr nehmen ebenfalls Einsitz im Stiftungsrat. Dem interimistischen Direktor Alain Marti danken wir für seine zwischenzeitliche Mitarbeit.

Die Vorbereitung des Antrages «Zukunft der Präventionsstiftung» zur Weiterführung der Stiftung in den nächsten fünf Jahren wurde gestartet. Stiftungsrat und Direktorenkonferenz haben sinnstiftende Forschungsthemen diskutiert. Bericht und Antrag werden der Delegiertenversammlung der VKFVKFVereinigung Kantonaler Feuerversicherungen im Juni 2018 vorgelegt.